Besuch bei der Fregatte „Augsburg“

Delegation mit Augsburgs Bürgermeisterin

Eva Weber pflegt Patenschaft in Wilhelmshaven

 

 

Eine 24-köpfige Delegation besuchte vom 2. bis 6. August die „Wilde 13“ in Wilhelmshaven, wie die Fregatte Augsburg in Marinekreisen in Anlehnung an das Theaterstück „Jim Knopf und die Wilde 13“ aus der Augsburger Puppenkiste auch liebevoll genannt wird. Die Delegation bestand aus Vertretern der Stadt Augsburg, des Marinevereins Augsburg e.V. sowie des Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrums. Zum Besuchsprogramm, das der Pflege der Patenschaft dient, zählte auch eine eintägige Seefahrt an Bord.

 

76,3 Seemeilen an Bord

Auf der 76,3 Seemeilen langen Fahrt konnten die Delegationsmitglieder das Schiff, vom Maschinenraum über die Operationszentrale bis zur Brücke, vom Hangar bis zum schiffstechnischen Leitstand besichtigten und erfuhren dabei viel über die Zusammenarbeit der einzelnen Funktionsträger an Bord. Bürgermeisterin Eva Weber durfte darüber hinaus in einem Hubschrauber der Marineflieger mitfliegen.

 

Hintergrundinfos zur Patenschaft

Der Name „AUGSBURG“ kann auf eine lange Geschichte in der Marine zurückblicken. Die dritte und aktuelle Fregatte „AUGSBURG“ (F213) begann ihren Dienst am 03.Oktober 1989. Sie ist als konzipierte Geleitfregatte hervorragend geeignet, einen Verband vor Über- und Unterwasserbedrohungen zu verteidigen. Die beiden Bordhubschrauber ergänzen diese Fähigkeit zusätzlich und erweitern sie über den Horizont hinaus.

 

Im Einsatz auf NATO- und UNO-Missionen

Auf Grundlage dieser Vorzüge leistete die Fregatte bereits in NATO- und UNO- Missionen wichtige Beiträge zur Wahrung von Frieden und Sicherheit. Sie war beispielsweise als Teil der Operation „Sophia“ des EU-Einsatzes EUNAVFOR MED zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität und Rettung von Flüchtlingen vor der libyschen Küste tätig. Des Weiteren nahm die Fregatte 2016 zweimal an der Mission „Counter Daesh Maritime“ teil. Dabei eskortiere sie gemeinsam mit anderen Kriegsschiffen im Trägerverband den französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ im östlichen Mittelmeer.

Im Februar und März 2017 nahm die Fregatte AUGSBURG zusammen mit dem Einsatzgruppenversorger „Bonn“ sowie der südafrikanischen Fregatte „Amatola“ an dem vierzehntägigen Manöver „Good Hope VII“ in der Ostsee teil. Diese Übung war ein bilaterales Vorhaben zwischen Deutschland und Südafrika mit dem Ziel die Ausbildung in der Seekriegsführung anzugleichen und stellte das siebte gemeinsame Manöver dieser Übungsreihe dar. Der Schwerpunkt der diesjährigen gemeinsamen Übung lag in der gemeinsamen Ausbildung in der Schadensabwehr und taktischen Übungen der verbundenen Seekriegsführung.

Für die Fregatte AUGSBURG geht es demnächst für eine Instandsetzungsphase in eine Werft (genauer Ort aktuell noch unbekannt). Anschließend wird in England in einem mehrwöchigen Training die Besatzung auf weitere Einsätze der Nato vorbereitet und qualifiziert, ehe es dann wieder in den Einsatz geht. 2019 wird die Fregatte voraussichtlich außer Dienst gestellt werden.

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© Ich mag Augsburg - Michael Ortner 01.01.2017