Warnung vor gefälschten Immobilien-Inseraten
Im Zuständigkeitsbereich des PP Schwaben Nord ist in den vergangenen Wochen eine Häufung von Betrugsanzeigen aufgrund gefälschter Immobilieninserate festzustellen. 
 
 
Die Täter bieten in derartigen Fällen Immobilien zum Kauf oder zu Miete an, meistens unter dem Vorwand, das Objekt aufgrund Umzugs ins Ausland schnellstmöglich vermieten / verkaufen zu wollen. 

Das angebotene Objekt liegt dabei, um möglichst großes Aufsehen zu erregen, deutlich unter dem für die Lage üblichen Preis. Oftmals wurde die Immobilie tatsächlich kürzlich inseriert, wobei das Original von den Tätern kopiert und wenig später missbräuchlich erneut eingestellt wird. Nicht selten versenden die Täter an die Interessenten zur Bekräftigung der Seriosität Kopien von Ausweisen oder ausländischen ID-Cards und fordern ihrerseits ebenfalls eine Kopie der Ausweise der Interessenten, die dann wiederum im Nachgang missbräuchlich verwendet werden können. 

Vor der Besichtigung der Immobilie oder als Voraussetzung der Besichtigung wird anschließend eine Anzahlung - meist auf ein ausländisches Konto - gefordert, die in der Summe je nach Preis des Objekts und Solvenz des Interessenten variiert. 

Sollte das Angebot deutlich zu günstig für die Lage sein und im Rahmen der Kontaktaufnahme zum Anbieter auch noch eine Anzahlung ohne vorherige Besichtigung gefordert werden, handelt der Anbieter mutmaßlich in Betrugsabsicht und der Interessent sieht sein Geld in der Regel nicht wieder. 

Die Polizei warnt ausdrücklich vor derartigen betrügerischen Inseraten und rät beim Immobilienkauf zur Vorsicht. 

Erst letzte Woche wurde eine 18-jährige Friedbergerin Opfer dieser Betrugsmasche (wurde bereits lokal berichtet). Sie fand auf einem eigentlich seriösen Internet-Portal für Immobilien eine möblierte 55m² Wohnung in der Augsburger Innenstadt, die für überaus günstige 390 Euro Warmmiete angeboten wurde.

Nach Kontaktaufnahme per Email gab die „Vermieterin“ vor, sie wohne derzeit in England und benötige die Personalausweisdaten der Interessentin.

Nach Zusenden der angeforderten Dokumentenkopien erhielt sie eine weitere Email, in der sie zur Überweisung einer Kaution von rund 780 Euro auf ein polnisches Konto aufgefordert wurde.
Die junge Frau überwies daraufhin gutgläubig das Geld, in der Erwartung die günstige Wohnung auch zu bekommen. 

Statt der in Aussicht gestellten Wohnung ist nun ihr Geld weg und auch ihre Ausweisdaten stehen den Betrügern nun für weitere gleichgelagerte Betrugsvorhaben zu Verfügung. 

Weitere Informationen finden sich auch unter www.polizei-beratung.de.
 
Quelle: Polizeipräsidium Schwaben-Nord
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© Ich mag Augsburg - Michael Ortner 01.01.2017