Vom Kiental in Herrsching am Ammersee hinauf auf den

"Heiligen Berg" Kloster Andechs

 

Das Wetter meint es gut mit mir an diesem Freitag morgen im Juni als ich mir in Herrsching in der Nähe der Kientalstraße einen Parkplatz suche. Die Sonne strahlt vom weiß-blauen Himmel und die Temperaturen bewegen sich in einem angenehmen Bereich für meine kleine Wanderung.

Ich bin früher schon oft hier hochgelaufen, meist mit meiner Familie, Kindern, Verwandten oder Bekannten.

Es ist halt etwas anderes ca. 1 Stunde lang durch das romantisch idyllische Kiental auf einem breiten Weg zu laufen und hinterher oben in der Klosterschänke mit einer herzhaften Brotzeit belohnt zu werden, als einfach mit dem Auto oben auf dem riesigen Klosterparkplatz die wenigen Meter mit der Besuchermasse zur Kirche hin zu laufen.

Von Augsburg aus sind es ca. 60km, also gut eine dreiviertel Stunde zu fahren.

Mein Weg führt mich über den ruhig plätschernden Kienbach das langsam ansteigende Kientalsträßchen entlang. Links und rechts gibt es wunderschöne Häuschen zu bewundern aber es wird z.Zt. auch auf der rechten Seite noch heftig neu gebaut. 

Ein sanftes Glockenläuten, warmer Wind, gluckerndes Wasser und das Gezwitscher vieler Vögel führt mich nun in einen schattigen Waldweg, der stetig den Kienbach begleitet. Gleich am Anfang weist ein Schild darauf hin, dass man den Weg wegen "Absturzgefahr" nicht verlassen sollte. Und das ist wirklich wichtig, dadurch das der Kienbach an vielen Stellen den Fels so ausgewaschen hat, geht es dann vom Abhang steil in die Tiefe. Aber keine Sorge, so schnell gelangt man dort nicht hin und der Weg ist so schön breit, dass sogar die Radlfahrer ohne Mühe an den Wanderen vorbeifahren können. Überall laden Bänke im Schatten zum Verweilen ein. Der noch leicht feuchte Waldboden strömt einen erdigen, pflanzig-würzigen Geruch aus. Unser Weg ist nicht zu steil und führt stetig ansteigend durch den naturbelassenen Schluchtwald.

Nach ca. 1 Stunde geht es dann entweder weiter auf breitem Weg oder auf einer ziemlich steilen Treppe (85 Stufen) links hoch Richtung Kloster. Den kleineren Pfad der über die Treppe führt, finde ich persönlich sehr schön, da er entlang der Wiesen mit tollen Aussichten auf die Klosterkirche führt.

Wenn man jetzt aber denkt, man hat es geschafft - weit gefehlt - jetzt geht es ohne Ausweich-Route noch einmal 150 Stufen hoch. Aber dann steht man direkt im Hof der Klosterkirche und die Klosterschänke lockt schon... 

Hier gibt es zwei schöne Biergärten. Einmal den riesigen und immer weiter touristisch ausgebauten bei der Klosterschänke und einen kleineren, schattigen mit einem Kinderspielplatz ausgestatteten (hier kann man sogar seine eigene mitgebrachte Brotzeit im Biergarten verzehren - oben in der Schänke nicht!)

Das Essen der Klosterschänke ist sehr empfehlenswert und gut. Der Leberkäs und der Rollbraten ist absolute Spitze und mit 1,90 Euro/per 100gr. (Rollbraten) wie ich finde günstig. Wählt man ihn z.B. mit einer Bretze und warmen Krautsalat oder Kartoffelsalat, zahlt man ca. 7-8 Euro. Zum Andechser-Bier brauche ich wohl nichts zu sagen - probieren und genießen!

Zurück wähle ich einen anderen Weg, der mich nach den Stufen, die ich wieder hinuntersteige rechts über eine kleine Schluchtbrücke führt. Hier kann man die Auswaschungen am Kienbach sehr gut erkennen. Es geht dann ein paar Stufen noch oben und man gelangt  aufs Hörndl. Eine kleine süße Ansammlung von Häusern, dann am Ortsende direkt links durch die Wiesen zum Hörndl-Hangweg. Durchweg schattig führt uns der Pfad, bei Feuchtigkeit etwas rutschig, hinunter an den Ammersee. Hier eröffnet sich ein toller Blick auf die vielen am Ufer liegenden Segelboote. Wer möchte, kann hier überall baden oder noch einmal in den vielen Restaurationen an der wunderschönen Strandpromenade einkehren. Oder vielleicht aufs Schiff und noch schnell eine kleine Rundfahrt buchen. Und und und.... es gibt hier viele Möglichkeiten.

Probiert es aus und schreibt mir eure Erfahrungen.

Euer Mickl

 

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© Ich mag Augsburg - Michael Ortner 01.01.2017